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Die Geschichte des Tai Chi ChuanAls weiche Kampfkunst zuerst über Generationen nur innerhalb der Familie weitergegeben, verbreitete es sich später schnell in China und weltweit.Der Ursprung des Tai Chi Chuan ist aufgrund fehlender genauer Quellen zeitlich nicht exakt einzuordnen.Legenden zufolge entwickelte der daoistische Mönch Zhang Sanfeng (zwischen 10. und 14. Jahrhundert) eine Kampfkunst aus den Beobachtungen eines Kampfes zwischen einer Schlange und einem Kranich. Die Kampfkunst in China wurde lange Zeit nur im Geheimen innerhalb der Familie weiter gegeben. Der Begriff Tai Chi Chuan erscheint erstmalig in einem Buch von Chen Pinsan (1849 - 1929) in dem Chen Wangtin (1600 - 1680) als Begründer des Tai Chi Faustkampfes genannt wird.
Über mehrere Generationen blieb die Kunst des Tai Chi Chuan innerhalb der Familie Chen. Erst Chen Changxing (1771 – 1853) akzeptierte einen Schüler außerhalb der Familie. Dieser war Yang Luchan (1799 – 1872), welcher später den Yang-Stil begründete. Einer seiner Schüler wiederum war der Mandschure Wu Quanyou (1834 – 1902), der Begründer des Wu-Stils.
1912 tritt das Tai Chi Chuan an die Öffentlichkeit. Der Leiter der "Beijing - Forschungsgesellschaft für Leibeserziehung" (Peking), Xu Yusheng, lud bekannte Tai Chi Meister der Zeit wie Yang Chengfu (1883 – 1936, Enkel von Yang Luchan) und Wu Jianquan (1870 – 1942, Sohn von Wu Quanyou) ein, um an seinem Institut zu unterrichten. Dadurch wurde das Tai Chi einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht und um den gesundheitlichen Aspekt des Tai Chi Chuan zu fördern wurden die Formen verlangsamt und ein Teil der schnellen und explosiven Kampfbewegungen gegen langsame fließende Bewegungen ersetzt. Von da an verbreitete sich das Tai Chi Chuan über ganz China. Zwei weitere wichtige Stilbegründer waren Wu Yuxiang (1812 – 1880) der aus dem Chen und dem Yang-Stil den Wu(Hao)-Stil entwickelte und Sun Lutang (1861 – 1932) aus der Wu(Hao)-Tradition, der den Sun-Stil gründete. Zur Verbreitung des Tai Chi Chuan auch außerhalb Chinas trugen weiterhin die vorgenommenen Vereinfachungen (Entwicklung von Kurzformen – z.B. "Pekingform") bei. Darüber hinaus betreiben heutzutage auch viele Meister der traditionellen Familienstile außerhalb Chinas große Tai Chi Schulen.
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